Pilgern auf dem Jakobsweg verbindet

Bei strahlendem Sonnenschein pilgerten am Samstag erstmals Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann und Ratinger Pfarrei St. Peter und Paul gemeinsam auf dem Jakobsweg rund um St. Jacobus der Ältere in Ratingen-Homberg. An dem Begegnungsprojekt hatten Bewohner, Angehörige sowie Interessierte der Lebenshilfe und Gemeindemitglieder teilgenommen.

1709 Jac Pilgern1Unter dem Motto „WEGE ENTDECKEN – GEMEINSAM Pilgern auf dem Jakobsweg“ kamen knapp 100 Teilnehmer zur ersten gemeinsamen Pilgerveranstaltung von Lebenshilfe und Ratinger Pfarrei St. Peter und Paul zusammen. „Pilgern ist stellvertretend für das Leben zu sehen: Da gibt es schöne Abschnitte, aber auch Durststrecken, die es zu bewältigen gilt“, erklärte Gemeindereferent Ralf Gassen im Eröffnungsgottesdienst in der Kirche St. Jacobus. Mit diesen Gedanken und einem gemeinsamen Erkennungszeichen – einer Jakobsmuschel um den Hals, dem Symbol des Jakobswegs – machte sich die Gruppe auf den Weg. Die Muschelketten hatte Pilgerexperte Heribert Hennemann von der Pilgerbrüderschaft aus Ratingen-Homberg extra für die Veranstaltung gebastelt.
1709 Jac Pilgern2Beim Aufbruch wurde die Pilgerschar von Dudelsackmusik begleitet, die beim Pilgern traditionell eine Rolle spielt. Der Weg führte durch Felder und Wiesen, bergauf und bergab. Für Abwechslung sorgten ein Schweigeabschnitt, Gesänge und eine Getränke- und Snackstation. Außerdem gab es unterwegs viel Raum und Zeit sich besser kennenzulernen – ins Gespräch zu kommen war ein Leichtes. Beim Rollstuhlschieben wechselte man sich ab und half sich so gegenseitig, den Weg zu bewältigen. Auf einer Anhöhe wurden stellvertretend für die Träume, die jeder Mensch im Leben hat, Seifenblasen in die Luft geschickt. Zurück in Homberg wurde die Pilgerschar mit den Tönen des Beierns empfangen, dem manuellen Anschlagen der Kirchenglocken, für das Peter Peiffer, musikalisches Gemeindemitglied, in Homberg bekannt ist.
Die Idee für die Veranstaltung hatte Lebenshilfe-Mitarbeiter Roberto Loi. „Ursprünglich dachte ich an einen Wandertag. Daraus entwickelte sich dann aber der Pilgergedanke – auch weil wir hier ja viele Abschnitte des Jakobswegs in Ratingen vor der Tür haben.“
1709 Jac Pilgern3Nach dem Abschlussgottesdienst, bei dem jeder Teilnehmer einen Pilgerstempel in sein Pilgerheft erhielt, kam die Gruppe im Gemeindesaal noch bei Kuchen, Suppe, Getränken und weiteren musikalischen Darbietungen zusammen. „Das Pilgern verbindet spirituelle und körperliche Betätigung und schafft Gemeinschaft. Es hat allen Beteiligten so viel Freude gemacht – wir wollen das auf jeden Fall wiederholen“, fasst Loi die gelungene Veranstaltung zusammen.

Text + Fotos: Caroline Hutschenreuther, Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann

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