Kunstinstallation in der Fastenzeit

alt"Denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende" (2 Kor 5,7).


Pfarrer Bünnagel schreibt dazu: "In der Fastenzeit verändern sich die Sehgewohnheiten in St. Peter und Paul. Lichtleitende PVC-Schnüre werden vor dem Hochalter ineinander verwoben, so dass er dem direkten Blick der Gläubigen entzogen ist. Erst bei längerem Verweilen zeichnet sich im Geflecht ein Kreuz ab.

Die Licht- und Kunstinstallation von Stefan W. Knor hält den Betrachter bewusst in der Schwebe zwischen Sehen und Nicht-Sehen. Dadurch verleiblicht sich in ihr das Mysterium unseres Glaubens. Wir können das Geheimnis Gottes zwar erahnen, doch seine Größe übersteigt unser Fassungsvermögen. „Denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.“ So berichtet der Apostel Paulus im zweiten Korintherbrief aus seiner Erfahrung (2 Kor 5,7). An den Enden der durchsichtigen Fäden können die Betrachter ihre Gedanken und Gebete in das Geflecht hineinknoten."

Auf der Internetseite www.lumentenebris.de beschreibt Stefan W. Knor sein künstlerisches Anliegen: „Mit meinen Installationen in Kirchräumen möchte ich einer tiefen, persönlichen Sehnsucht durch unterschiedliche Medien und Materialien Ausdruck verleihen und mit meiner Arbeit Transzendenz für die Besucherinnen und Besucher spürbar und erlebbar machen.“

Die Installation wird vom neu gegründeten Förderverein „Kunst in Kirche“ gesponsert. Er freut sich über neue Mitglieder, die sich für sein Anliegen begeistern lassen. Die Kirche St. Peter und Paul ist täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Darüber hinaus besteht freitags und samstags bis 21.00 Uhr die Möglichkeit, sich von der Installation zum Nachdenken anregen zu lassen. Der letzte Tag, an dem die Installation zu sehen ist, ist der Karfreitag.

Eine besonderes Bild zeigt sich dem Betrachter bei Dunkelheit. Weitere Bilder von der Kunstinstallation - teils bei Tag, teils bei Nacht aufgenommen - finden hier Sie in einer Flash-Bildergalerie. Leider ist die Galerie recht groß (15 MB). Wer die Ladezeit scheut, findet einige der weiteren Bilder auch hier.

Am 27. März fand eine Einführung in das Kunstwerk statt. Die Ansprache von Pfarrer Bünnagel können Sie hier nachlesen;  die Betrachtung von Hans Müskens zur Verhüllungs-Installation: "Ich erschaffe das Licht und mache das Dunkel" (Jes 45,7) finden Sie hier!

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