Für alle, die „leben helfen“.

Edith Bohnen erhält den päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ (Für Kirche und Papst“)

Oh nein, sie wolle nicht ausgezeichnet werden! Edith Bohnen war sehr dagegen. Sie habe doch nur für den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gearbeitet.

Trotzdem wurde sie am vergangenen Sonntag in St. Peter und Paul mit dem päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ ausgezeichnet.

Schon in seiner Predigt verwies Pastor Daniel Schilling darauf, dass Jesus den Menschen auf Augenhöhe begegnete, ja, dass er sich unter sie stellte –  egal in welcher Situation. Über die Verherrlichung der Menschen, denen gedient wird und die dienen, durch Gott. Und dass die Menschen ebenso einander auf Augenhöhe begegnen müssen.

Anschließend bat er die Widerstrebende vor die Gmeinde, um ihr den päpstlichen Orden überreichen. Beide waren sich einig, dass Edith Bohnen ihn stellvertretend für alle Haupt- und Ehrenamtlichen im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Ratingen und in der ganzen Pfarrgemeinde erhält. Denn man kann einfach nicht jeden auszeichnen, der es ganz sicher verdient hätte. Unter dieser Bedingung war sie bereit, ihn anzunehmen.

Der Orden würdigt die jahrzehntelange Arbeit Bohnens für Menschen in Not.

Unter ihrem Vorsitz, allerdings mit der unermüdlichen Hilfe ihres Mannes und dem hohen Einsatz der beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstanden:

Wohnungslosenhilfe, Betreuungen nach dem Betreuungsgesetz, Schuldnerberatung, Sozialpsychatrisches Zentrum (SPZ),  Blaue Engel im St. Marienkrankenhaus und Pflegeheim, das heutige Haus für Frühe Hilfen, damals „Projekt Wohnen und Leben“, Übermittagbetreuung und OGATA an Ratinger Schulen (ÜMB), Zentrum für Arbeitslose, 4 Beschäftigungsförderungsprojekte, Berufsorientierung für junge Erwachsene BOJE, Tafel und die Freiwilligenbörse.

Von 1987 – 1995 war sie Vorsitzende der Diözesan-AG des SkF im Erzbistum Köln.

Wenn man „Kirche“ als „Wir alle sind Kirche“ versteht, macht die Auszeichnung durchaus Sinn. Und für Papst Franziskus ist besonders caritative Arbeit ohne Ansehen der Person oder des Standes ein wesentliches Merkmal des Christseins.

„Da sein – leben helfen“ ist das Motto des SkF.  Alle, die so handeln, wurden zusammen mit Frau Bohnen ausgezeichnet.

Unter dem Turm gab es dann noch einen Umtrunk. (Wie Pastor Schilling sagte: „Die Katholiken kennen ihre Pflichten = Fasten in der Fastenzeit, aber auch ihre Rechte = Unterbrechen des Fastens an den Sonntagen). Edith Bohnen freute sich sichtlich über die vielen Menschen, die Anteil nahmen.

Text: Gisela Porten | Foto: privat


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