Lässt sich Gott beweisen? Der letzte Abend einer Glaubensreihe

alt„Glaubst du nur, oder zweifelst du auch?“: Das war die Überschrift über eine Reihe von Glaubensabenden, zu der das Team „Neue Wege gehen“ eingeladen hatte. „Wohnt Gott in der Kirche?“, war das Thema am ersten Abend, „Warum lässt Gott das zu?“ das des zweiten.

Wer am dritten Abend, am 25. März, die Kirche betrat, erblickte ein dickes Seil, das sich von der Taufkapelle bis zum Altar erstreckte. Umgeben war es von Kerzen: So entstand ein Lichtweg, der von hinten nach vorn lief und sich dortviele entdeckten es erst in der Pause – in einem Labyrinth fortsetzte. „Lässt Gott sich beweisen?“, war die Frage des dritten Abends am 25. März – und mit einer Frage begann es auch: Frau Schneider saß bei Günter Jauch. „Wer oder was ist Gott?“ war die Frage, welche, richtig beantwortet, der Kandidatin eine Million Euro bringe könnte. Eine Quelle? Eine Illusion? Ein Richter? Ein Hirte? Die Kandidatin wusste es nichtfragte das Publikum, doch auch hier stellte sich das Bild nicht einheitlich dar. So verzichtete sie und begnügte sich mit dem Gewinn, der ihr bereits sicher war.

altDanach jedoch fühlte man sich wie in eine andere Welt versetzt. Birgit Riepe, Saxophonistin und Mitglied der Big Band der Clara-Schumann-Musikschule, begann zu spielen , leise, lauter werdend, die ganze Kirche war vom Klang ihres Instruments erfüllt.

Nun folgten Texte, die Denkanstöße zum Thema des Abends geben wolltenTexte, die mit Glauben und Zweifeln zu tun haben, von Suchenden und von solchen, die Gott hatten finden können; ausführlich kam Madeleine Delbrêl zu Wort, eine französische Schriftstellerin und Mystikerin. Zwischendurch immer wieder Saxophonklänge, die weder die Menschen noch die Säulen und Steine der Kirche kalt ließen.

altNun schloss sich eine Pause an – genauer: Zeit für jeden Einzelnen, in der er Worte von Gottleugnern und Gottsuchern lesen oder den Lichtweg von hinten nach von in den Chorraum gehen konnte, sich an das von Kerzen umgebende Labyrinth setzen und seine Eindrücke und Gedanken notieren konnte.

Saxophonklänge luden ein, wieder in den Bänken Platz zu nehmen, und ein Dialog im Sinne der Wette des Philosophen Blaise Pascal beendete den Abend: Muss man an Gott glauben? Nein, man muss es nichtaber es ist die einzige Chance.

Unter den Besuchern des Abends saß auch Pastor Schilling. Erst am Ende trat er nach vorneinfach, um sich bei allen, die zu diesem Abend und der gesamten Reihe beigetragen haben, sich herzlich zu bedanken. | Josef Pietron.

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