Wir haben einen neuen Pfarrer: Daniel Schilling

 

altAm Sonntag, dem 16. März, war uns sicher nicht das beste Wetter beschertschließlich waren wir in den letzten Wochen reichlich von der Sonne und den fast schon vorsommerlichen Temperaturen verwöhnt wordenaber trotzdem waren am Nachmittag viele Menschen unterwegs, und die meisten davon zog es in die Kirche St. Peter und Paul. Dort war gegen 15.40 Uhr kaum noch ein Sitzplatz zu finden, und so reihten sich die Menschen stehend in die Seitengänge und unter der Orgelbühne ein. Es war so voll wie an hohen Feiertagen, und das hatte seinen Grund: Die Kirchengemeinde St. Peter und Paul konnte ihren neuen Pfarrer Daniel Schilling begrüßen.

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In Begleitung von Dechant Benedikt Zervosen und allen Seelsorgern der Pfarrei, einer großen Anzahl von Messdienern und Messdienerinnen, den Mitbrüdern aus der evangelischen Kirche, den Fahnen der Bruderschaft und der Prinzengarde Rot-Weiss zog Daniel Schilling offiziell in seine neue Kirche ein – oder besser gesagt: in eine seiner neuen Kirchen, denn schließlich verfügt die Pfarrei St. Peter und Paul, mit den Gemeinden St. Suitbertus, St. Peter und Paul, Herz Jesu und St. Jacobus d. Ä. insgesamt über vier Kirchen. In seiner Begrüßung schilderte Dechant Zervosen den priesterlichen Weg von Pfarrer Daniel Schilling und las anschließend die Ernennungsurkunde vor, die am 28. Februar noch vom mittlerweile emeritierten Kardinal Meisner unterschrieben wurde. Die anschließende heilige Messe wurde musikalisch von der Jungen Kantorei, der Frauenschola „cantica“ und der Schova juvenalis gestaltet.

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„Vielmehr als wir an Gott glauben, glaubt er an uns.“ – dieses große Anliegen von Pfarrer Schilling wurde in den Texten der Messfeier, aber auch in seiner Predigt deutlich, die er mit der Information über eine kommende Veranstaltung in Düsseldorf begann. Hier treffen sich im Frühjahr Menschen, die sich darüber freuen, dass die Landeshauptstadt endlich zu 50% konfessionslos ist und zum kollektiven Austritt aus den christlichen Kirchen aufrufen. „Schockiert uns das, oder müssen wir uns nicht eher fragen, was es uns bedeutet, Christ zu sein? Sind wir nur aus familiärer Gewohnheit Christen, oder sind wir es aus uns selbst heraus?“ – Pfarrer Schilling forderte dazu auf, unsere christliche Fröhlichkeit immer wieder offen zu zeigen. – Er berichtete aber auch vom Trost, den er z. B. bei Beerdigungen empfindet, von der Zuversicht, dass mit dem Tod nicht alles zu Ende ist, sondern wir glauben dürfen, dass wir die Menschen, die wir verloren haben, bei Gott wiedersehen. – „Jeder Mensch ist wertvoller, als er glaubt. Gott glaubt mehr an ihn, als er an sich selbst. Jeder Lebensweg hat ein Ziel.“ Mit diesen Worten bat er darum, dass die Menschen sich öffnen mögen für Gott, sich mittragen und trösten lassen. „Wir sind gewollt und geliebt. Wir haben einen Vater, auf den wir uns verlassen können und der sich auch auf uns verlässt.“ – diese Worte entsprechen seiner tiefsten Überzeugung.

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Schon als kleiner Junge war er sicher, dass es jemand geben muss, der „das da alles lenkt“. Er liebte das Läuten der Glocken und den Klang der Orgel. So war es nur natürlich, dass er das Orgelspiel lernte. Doch das reichte ihm nicht, er wollte auch wissen, wie so eine Orgel funktioniert. Also erlernte er den Orgelbau. Getragen durch die Musik, wurde seine Suche nach Gott und sich selbst immer stärker, und so entschied er sich, Seelsorger zu werden. 2003 wurde er zum Priester geweiht. Nach zwei Kaplansstellen, in Waldbröl und Kaarst, wurde er 2008 Kreisjugendseelsorger im Kreisdekanat Mettmann und Subsidiar in St. Anna (Ratingen-Lintorf). Seine Berufung zum Pastor der Pfarrei St. Peter und Paul verbindet er mit den Worten von Søren Kierkegaard: „Das Genie kommt im eigenen Namen, der Apostel im Namen eines anderen. Also, glauben wir an Gott und glauben wir aneinander. Ich freue mich!“ – dem konnte die Gemeinde nur mit lang anhaltendem Beifall beipflichten. Einige Teile der Heiligen Messe können sie auf der Homepage unseres neuen Pfarrers nachhören. Folgen sie dazu bitte diesem Link.alt

Der anschließende Empfang im Pfarrsaal von St. Peter und Paul, an frühlingshaft gedeckten Tischen, mit herzhaften Kanapees und süßem Gebäck, verlief im offiziellen Teil kurz und knapp. Neben der Pfarrgemeindevorsitzenden Ulla Theißen, den verschiedenen Ausschüssen des Kirchenvorstands, den Messdienern und Messdienerinnen, dem Jugendleitungsteam und dem evangelischen Pfarrer Dr. Gert Ulrich Brinkmann wurde Pfarrer Daniel Schilling auch von Bürgermeister Harald Birkenkamp in seiner neuen Funktion willkommen geheißen. Danach war viel Raum für persönliche Gespräche mit Pfarrer Schilling und untereinander – fast schon ein erster Wohlfühlabend mit dem neuen Pastor.

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Text: Hildegard Pollheim, Fotos: Josef Pietron. - Der Text ist ein Vorabdruck aus unserem Pfarrbrief "Bileams Esel", der in wenigen Tagen erscheinen wird. - Mehr als sechzig großformatige Bilder sind in einer Bildergalerie zu betrachten. Sie finden die Bilder hier. Die Fotos machten Lukas van de Sand und Josef Pietron.

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Hinweis

Für Veröffentlichungen in den Pfarrnachrichten, auf dieser Internetseite und in der Presse ist der Sachausschuss für Kommunikation zuständig - erreichbar unter:
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