Adventssingen der jungen Chöre

altÜber viele Jahre hinweg luden die Ratinger Kirchenchöre zu einem Adventssingen ein; im vorigen Jahr verzichteten sie erstmals darauf, selber zu singen. Stattdessen gaben sie den jungen Chören und Gesangsgruppen ihrer Gemeinden die Gelegenheit, ihre adventliche Erwartung und ihre Vorfreude auf Weihnachten an ihre Zuhörer weiterzugeben – und es war in der Tat ein Geschenk, das sie Jung und Alt in der voll besetzten Pfarrkirche durch ihren Gesang überreichten.

So war es eine gute Nachricht, dass auch in diesem Jahr die jungen Chöre zum Advent sangen. Wer am Sonntagnachmittag, dem 16. Dezember, vom Marktplatz her in die Kirche kam – laut und bunt ging es dort ohnehin schon zu; dazu war noch verkaufsoffener Sonntag –, kam in eine andere Welt. Die Geräusche von draußen traten in den Hintergrund; stattdessen zogen die jungen Sängerinnen und Sänger ein, mit Kerzen in den Händen, „Cantemus in viis Domini“ – „Wir wollen singen auf den Wegen des Herrn“; vorn im Chorraum nahmen sie Platz, die jüngsten vielleicht fünf oder sechs Jahre, der älteste fünfundzwanzig (aber der war zugleich auch einer der Chorleiter…).

alt„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, hieß es zu Beginn - im Wechsel zwischen Sängerinnen und Sängern des Kirchenchors Ratingen-West, des Kirchenchors Peter und Paul / Suitbertus, den jungen Sängern, der Gemeinde und schließlich unter Begleitung des CVJM-Jugendposaunenchors, der von der Orgelbühne her spielte. Doch danach waren es vorwiegend die jungen Chor- und Musikgruppen, die Lieder zum Advent sangen und spielten. Die Schola juvenalis trug gregorianische Gesänge vor; der CVJM Jugendposaunenchor spielte „Christmas swing bear“, der Kinderchor „Die Ohrwürmer“ sang Adventslieder, die jungen Ensembles der Kirchenmusik von St. Peter und Paul wurden ließen Gesänge in verschiedenen europäischen Sprachen erklingen. Unterbrochen wurde der musikalische Teil durch die Erzählung von Hanns Dieter Hüsch, Die Ritterburg mit der Zugbrücke; Pfarrer Dr. Brinkmann las sie vor.

altDas, was die Zuhörer in den Bann zog, war auf der einen Seite die Farbigkeit des gemeinsamen Singens, gleichermaßen der Stimmen wie des Bildes, das sich den Besuchern darbot: Kinderstimmen waren zu hören und Männerstimmen, gemischte Chöre und Gemeindegesang, Orgel und Blechbläser; da waren die roten Talare der Jungen und jungen Männer, die grauen Pullis der Mädchen und die schwarzen Hemden der „Ohrwürmer“. Auf der anderen Seite verband alle Sängerinnen und Sänger die Konzentration, ja: die Andacht, mit der sie ihre Lieder vortrugen – ein wohltuender Kontrast zu Vielem, was sonst die Wochen vor Weihnachten prägt.

Mit brennenden Kerzen in den Händen verließen die jungen Sängerinnen und Sänger am Ende den Chorraum und zogen durch das Mittelschiff zum Ausgang der Kirche; „Veni, veni Emanuel“, sangen sie, bevor zum Schluss das Blechbläserensemble der Friedenskirche eine Schlussmusik von Richard Strauss spielte.

Draußen dröhnte dann wieder der Weihnachtsmarkt.

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altHier seien noch einmal die Ausführenden genannt:

Die Ohrwürmer. Kinderchor der Ev. Kirchengemeinde Ratingen-Mitte/Süd, Leitung Kerstin Enzweiler

Schola juvenalis der Ratinger Kirchenmusik an St. Peter und Paul, Leitung Christian Siegert

Mädchenkantorei und Jungenschola der Ratinger Kirchenmusik an St. Peter und Paul, Leitung Ansgar Wallenhorst

CVJM Jugendposaunenchor – Ratinger Blechbläserensemble an der Friedenskirche, Leitung Frank Düppenbecker

Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores Ratingen-West  und des Kirchenchores St. Peter und Paul / St. Suitbertus, Leitung Martin Hanke

Josef Pietron


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