"Wir haben sonntags immer auf"

alt"Wie haben sonntags immer auf": Allen, die in den letzten Septembertagen den Ratinger Markt besuchten, leuchtete das gelbe Banner mit diesen Worten entgegen. „Wir haben sonntags immer auf“: Ein Satz, der eigentlich eine Selbstverständlichkeit für eine Kirche ist, bekam einen besonderen Sinn am 30. September 2012. Es war der Tag des Bauernmarkts und damit ein verkaufsoffener Sonntag in der Ratinger Innenstadt.

altaltDoch selbstverständlich blieb es nicht dabei, dass die Kirche zu den Gottesdiensten geöffnet hatte. Auf dem Kirchplatz war ein großes Zelt aufgebaut, das von 13.00 – 18.00 Uhr zum Verweilen einlud. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Passanten eine Pause einlegen, mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch kommen und sich über die Angebote der Pfarrei informieren; auch Pfarrer Bünnagel war da und für jeden erreichbar, ohne dass man die Hemmschwelle überwinden musste, ihn anzurufen oder gar im Pfarrhaus aufzusuchen. Kinder waren zum Basteln eingeladen; Kirchenführungen wurden ebenso angeboten wie die Möglichkeit, den Turm zu besteigen.

altDie Kirche war einladend geschmückt und beleuchtet, und es war eindrucksvoll, zu beobachten, wie Menschen jeden Alters eine angebotene Kerze entgegennahmen, sie anzündeten und in eine der zahlreichen sandgefüllten Schalen stellten. Viele waren es, die mit dem Licht der Kerze ihre Gefühle, ihre Wünsche ausdrücktenihre Liebe, ihre Erinnerung, eine Bitte vielleicht, einen Schrei der Not oder der Verzweiflung.

„Wir haben als Kirche zwei Möglichkeiten, mit dem verkaufsoffenen Sonntag umzugehen“ sagte Pfarrer Bünnagel. „Wir können ihn bekämpfen, was meistens vergeblich ist, oder wir können auf ihm Präsenz zeigen und mitmischen. Unsere Pfarrei hat sich für Letzteres entschieden“. Er sei froh über die hoch motivierten Ehrenamtlichen, die sich für diese Aktion begeistern ließen. Die vom Pfarrgemeinderat ins Leben gerufene Arbeitsgruppe „Neue Wege gehen“ setzte damit eine lang gehegte Idee um. Die Resonanz war groß – auch wenn die ersten Besucher im Begegnungszelt erst der Stadt Ratingen ein hohes Lob dafür zollten, dass die Stadtverwaltung eine so großartige Idee gehabt habe. Erst später stellten sie fest, dass es nicht die Stadt war, sondern die katholische Kirche… | Josef Pietron; vgl. auch Pfarrinformationen vom 22.09.2012

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