Pastoralreferent Joachim Lenninghausen wurde verabschiedet

altNicht vorn im Altarraum hatte Joachim Lenninghausen Platz genommen, sondern in einer der ersten Bankreihen saß er, gemeinsam mit seiner Frau und einem seiner Söhne. Als am Freitag, dem 8. Juni, abends der Gottesdienst begann, der zu seinem Abschied gefeiert wurde, wirkten im Chorraum neben den Ministranten Pfarrer Bünnagel, die Patres Witold und Staszek und der ev. Pfarrer Brinkmann mit. In den Bänken hinter und neben der Familie Lenninghausen saßen viele Frauen und Männer aus unseren Pfarrei; erkennbar war, dass in besonderem Maße Mitglieder der Homberger Gemeinde und die Erzieherinnen der Kindertagesstätten dabei sein wollten, als es galt, „ihrem“ Pastoralreferenten Dank zu sagen für zehn Jahre Arbeit in den Gemeinden unserer Pfarrei.

Bereits in seiner Begrüßung gab Pfarrer Bünnagel die Leitlinie des Abends an: den „Schatz der Erinnerungen“ wollte er einsammeln, der in den Jahren seit 2002 in unserer Pfarrei zusammengekommen war – schöner, wertvoller und helfender Erinnerungen. „Es braucht Menschen, die Gott ihr Gesicht geben“, sagte er – und zu denen zählte Joachim Lenninghausen; in ihm hat Gott Geschichte geschrieben.

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In der Lesung (Röm 12,1-7 – Kerstin Artz-Müskens trug sie vor) war von den verschiedenen Gnadengaben die Rede, die die einzelnen Menschen in die Gemeinde einbringen. Hier knüpfte Pfr. Bünnagel in seiner Predigt an, und er hob dabei besonders die Gabe des Tröstens hervor, die dem Pastoralreferenten zu eigen war. Er machte es zu seiner Sache, Trauernde zu trösten, Sterbende und deren Angehörige, er beerdigte die Toten (leider wurde ihm, wie den meisten, die nicht Priester oder Diakon waren, die Erlaubnis hierzu später wieder entzogen). Ebenso kümmerte er sich um  junge Familien und die religiöse Erziehung der kleinen Kinder; wäre er nicht gewesen, gäbe es in Homberg wahrscheinlich weder die Krabbelgottesdienste noch den ökumenischen Familienkreis. Dank – so weiter Pfarrer Bünnagel – gebührt ihm ebenso aber auch für seine Bemühungen um die Ökumene, um Gottesdienstformen für Menschen, die Sinn für Religion haben, aber von den traditionellen Formen nicht mehr angesprochen werden; die Heiligabendfeiern „Happy Birthday, Jesus“ und das „kulinarische Kirchenkino“ entstanden aufgrund seiner Initiative.

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Pfarrer Bünnagel bei der Predigt; Pfarrer Brinkmann spricht die Fürbitten

Wenn Pfarrer Bünnagel in seiner Predigt betonte, dass er nicht umfassend beschreiben könne, was Joachim Lenninghausen in seiner Zeit in Ratingen getan oder auch nur angestoßen hat, so gilt das erst recht für diesen kurzen Bericht hier. Spontan klatschten die Gottesdienstteilnehmer nach Predigt – und der Beifall galt sicherlich der sehr persönlich gehaltenen Predigt, er war aber auch das „Amen! Ja, so war es!“ der Gemeinde zu dem, was der Pfarrer im Namen aller gesagt hatte.

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Joachim Lenninghausen, Pfarrer Bünnagel und Ellen Naue als Sprecherin des Pfarrgemeinderats

Nach dem Gottesdienst kam man im Pfarrzentrum zusammen. In Namen des Pfarrgemeinderats drückte Ellen Naue den Dank an den scheidenden Mitarbeiter aus, im Namen der Homberger Gemeinde erhielt er ein Fotobuch. Pfarrer Brinkmann bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei Schulgottesdiensten, aber auch für viele gute Gespräche, bei denen es um Gott und die Welt, ums Kochen und ums gute Essen bis hin [ist diese Reihenfolge angemessen?] zu Schalke 04 und Bayern München ging. Der Homberger Krabbelgottesdienst-/Familienkreis überreichte ihm eine große Collage mit Fotos aus den zurückliegenden Jahren, die Erzieherinnen der Kitas hatten ihm ein Abschiedslied getextet, das sie gemeinsam vortrugen, und Pfarrer Bünnagel konnte ihm das Geschenk der Pfarrei zur Renovierung der neuen Wohnung überreichen, wunderbar verpackt in einem Treppenhaus, aus Marzipan von der Konditorei Vogel gestaltet.

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Oben links Joachim Lenninghausen mit dem "Treppenhaus-Geschenk", daneben Pfarrer Brinkmann. Darunter die Collage des Krabbelgottesdienst-/Familienkreises, daneben das Fotobuch aus Homberg

Bevor das Buffet eröffnet wurde, ergriff Joachim Lenninghausen noch einmal selber das Wort. Er bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung seiner Frau und seiner Söhne bei seiner Tätigkeit – und erzählte von zwei Wünschen. Damals, als er seine Stelle in Wipperfürth antrat, hatte er sich gewünscht, dass er einmal auch Mädchen als Ministrantinnen am Altar sehen könne. Der Wunsch ging in Erfüllung. Jetzt wünsche er sich, dass er erleben könne, dass ein evangelischer Pfarrer, der gemeinsam mit seinen katholischen Kollegen am Altar steht, nicht mehr von der Kommunion ausgeschlossen wird… | Josef Pietron

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Vorn die Erzieherinnen: "Wann ist ein Mann ein Ma-a-an...?"


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