150 Jahre Kirchenchor St. Peter und Paul

altDie Reihe wollte kein Ende nehmen: Frauen und MännerJüngere und Ältere, Chorsänger mit ihren Notenblättern, Orchestermusiker mit ihren Instrumenten: mehr als 120 Musiker waren es, die am 20. November 2011 kurz vor 9.30 Uhr im Chorraum unserer Pfarrkirche Platz nahmen, um die Cäcilienmesse von Charles Gounod (1818-1893) zu singen und zu spielen. Der Anlass war das Cäcilienfest, das“ Fest aller Kirchenchöreaber in diesem Jahr war es ein ganz besonderer Tag: es war der Abschluss der Festwoche, in welcher der Kirchenchor St. Peter und Paul sein 150-jähriges Bestehen feierte.

Aus diesem Anlass hatten sich alle Ensembles der Ratinger Kirchenmusik zusammengetan: selbstverständlich der „Jubiläumschor“, heute unter dem Namen Kirchenchor St. Peter und Paul / St. Suitbertus, die Chorgemeinschaft Herz Jesu / St. Jacobus, der Seniorenchor, die Frauenschola Cantica, die Schola juvenalis und die Mädchenkantorei; eine vollständige Aufzählung aller Ensembles ist an dieser Stelle gar nicht möglich (Sie finden sie hier!). Chorleiter war unser Kantor, Ansgar Wallenhorst. Als Solisten wirkten mit Christine Hoffmann (Sopran), Robert Buckland (Tenor) und Achim Hoffmann (Bass).

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Zelebrant des Festgottesdienstes war Pfarrer Bünnagel; mit ihm zelebrierte Pfarrer Beckers. Pfarrer Bünnagel wies darauf hin, dass das Cäcilienfest in diesem Jahr zugleich das Christkönigsfest war: ihm, dem König, galt es, Lob und Dank zu sagen; ihn galt es zu ehren – und dafür sei keine Sprache besser geeignet als die der Musik.

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Links oben die drei Solisten (Christine und Achim Hoffmann, Robert Buckland), rechts oben Ansgar Wallenhorst.

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Links die Fürbitten, gesprochen von Mitgliedern der Chöre; rechts Pfarrer Beckers und Pfarrer Bünnagel

Der Gottesdienst war nichts für Menschen, die in Eile sind; Pfarrer Bünnagel wies am Ende darauf hin, dass die Messe mit einer Gesamtdauer von mehr als zwei Stunden selbst die Osternachtfeier übertroffen habe – aber es war (ich denke, dass man das Wort auch bei einem Gottesdienst verwenden darf) eine Lust, dabei zu sein, zuzuhören und zuzusehen. Die Begeisterung der Sänger, die Klangfülle des Chors, das gemeinsame Singen aller Ensembles, die Stimmkraft der Solisten, die heitere Dankbarkeit in den Worten des Pfarrers in der Predigt und am Ende der Messe machten den Gottesdienst zu einem wirklichen Fest, das allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Den „christ-krönenden“ Abschluss stellte am Ende der Messe dann das „Te Deum laudamus“ dar, der große Lobgesang, im Wechsel gesungen von der Schola juvenalis und gespielt von Ansgar Wallenhorst mit dem vollen Klang der Orgel.

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Pfarrer Bünnagel beim Schlusswort; rechts die Schola juvenalis: "Te Deum, laudamas"

altFür die Chormitglieder setzte sich die Feier im Pfarrzentrum fort – der Platz war gerade ausreichend. Zunächst galt es, die Jubilare zu ehren, die 25, 40, 50 oder sogar 60 Jahre bereits in einem Kirchenchor mitsangen. Je nach Dauer der Chorzugehörigkeit erhielten sie eine Urkunde, eine Anstecknadel, einen Blumenstraße oder einen Dankesbrief von Kardinal Meissner. Danach schloss sich das Mittagessen an – wunderbar schmackhafte Nudelvariationen und frischer Salat.

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Das Mittagsbuffet; rechts Peter Peiffer mit seinem Dudelsack

Ein Chorfest wäre kein Chorfest, wenn nicht auch musiziert worden wäre. So wurde nicht nur anfangs von allen gemeinsam als Tischgebet ein Musikstück von Franz Liszt gesungen. Ein für viele neues Erlebnis vermittelte Peter Peiffer: „Ich habe eine Cornmuse mitgebracht“, sagte er; „im Deutschen nennt man es Dudelsack“ – und dann spielte er drei Stücke französischer Komponisten – gewissermaßen ein Duo mit sich selbst: den Part eines Instruments hatte er zu Hause aufgenommen; das lief von einer CD, wozu er – ähnlich der Karaoke-Technik – das zweite Instrument „live“ spielte. Großer Beifall belohnte ihn. – „Die Gedanken sind frei“ war eines der Lieder, die danach der junge (weil erst vor kurzem gegründete) Seniorenchor vortrug; danach galt es, Liedtexte zu erraten, deren Melodie kurz von Heinz Josef Broichhausen angespielt  wurde… Die letzten Chormitglieder verließen gegen 19.00 Uhr das Pfarrzentrum…

alt Wollen Sie noch einmal nachlesen, wie das Jubiläumsjahr begann? Hier können Sie es. |Josef Pietron


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