Harfenklänge empfingen die Teilnehmer am letzten Abend der Reihe "Gottvoll und erlebnisstark" - eine ruhige, meditative Athmosphäre. Jäh unterbrochen von einer Drohpredigt, die Pfarrer Bünnagel von der Kanzel und ohne Mikrofon bei Johannes dem Täufer entlehnt hatte. "Himmel oder Hölle - was kommt danach", derart aufgeweckt gab es für das Publikum zunächst einige Betrachtungen zur Hölle. Die Flammenhölle eines Buschbrandes mussten die Anwesenden aber nur im Bild ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

Erlebbar wurden aber unterschiedliche Vorstellungen von Himmel. Mit viel Liebe zum Detail war ein Paradiesgarten aufgebaut worden, das himmlische Jerusalem fand sich in der Michaelskapelle.

Was würden sie mitnehmen wollen in ihre himmlische Wohnung?

Anwesende und Vorbereitungsteam waren sich einig: Es ist schade, dass die Reihe zuende ging.

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„Du bist als Menschenkind geboren in diese eine Welt,
du bist als Gotteskind geborgen an deinen Platz gestellt.
Du bist gesalbt mit Christus zum König, Priester und Prophet.
Geh deinen Weg ins Leben!“

Dies Lied, vorgetragen vom Singkreis „Aufwind“, eröffnete den vorletzten Abend der Reihe „Gottvoll & Erlebnisstark“. Der Text greift Worte aus der Taufliturgie auf: bei der Salbung mit Chrisam, dem heiligen Öl, heißt es: „Du wirst mit dem heiligen Chrisam gesalbt, denn du bist Glied des Volkes Gottes und gehörst für immer Christus an, der gesalbt ist zum Priester, König und Propheten in Ewigkeit“: Als jemand, der zu Christus gehört, ist jeder Christ Priester, König und Prophet.

„König“ - das meint das Recht, aufrecht zu stehen und Verantwortung zu tragen. „Priester“ heißt: im Namen Jesu handeln, zuhören, trösten, streicheln und helfen. Und zum "Propheten" bedarf es keiner hellseherischen Fähigkeiten für die Zukunft, sondern es erfordert die Gabe und die Bereitschaft, die Zeichen der Zeit zu erkennen, sie zu deuten; der Prophet zeigt Mut, – auch öffentlich – heiße Eisen anzupacken und für die Wahrheit einzutreten.

Bei absoutem Traumwetter trafen sich zahlreiche Gläubige aus den Dekanaten Dusiburg Süd, Düsseldorf Nord und Ratingen zur traditionellen Marienfeier im Schloßpark Heltorf. Unter dem Leitwort "Gott hat dich an deinen Platz gestellt" machte Dechant Bünnagel in seiner Predigt auch anhand der mitgebrachten Marionette deutlich, dass ein jeder Christ einen Platz in der Gesellschaft hat. Für die abwechselungsreiche musikalische Gestaltung zeichnete der SIngkreis Aufwind verantwortlich. W

Viele Familien nutzen die gemeinsame Andacht für eine Radtour oder eine Wanderung nach Heltorf, die Gemeinde St. Suitbertus verband sie sogar mit ihrer Gemeindewallfahrt.

Die Tradition der Marienfeier im Schloßpark Heltorf geht ursprünglich auf die Zeit des Nationalsozialismus zurück. Als damals religiöse Feiern im öffentlichen Raum verboten wurden, öffnete der Graf von Spee seinen Park für die Katholiken der Umgebung.

Frank Bettermann

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