Abschiedsmesse mit Pater Staszek

 

jac Staszek 5975„Es ist ja schön, dass wir in diesem Jahr zweimal Weihnachten feiern“: Das war der erste Satz von Pater Staszek zu Beginn der Abendmesse am 2. Juli in St. Jacobus. Es war der letzte Gottesdienst, den er mit unserer Gemeinde feierte, bevor er Ratingen verlässt. Denn nach dem Sommerferien wird er seine neue Stelle in Neustadt an der Waldnaab antreten, einem Ort in der Oberpfalz in Bayern, nahe der tschechischen Grenze.

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„Weihnachten“ – das bezog sich darauf, dass die Kirche so voll war, wie sie es eigentlich nur am Weihnachtsfest ist. Alle, jung und alt, wollten dabei sein, wollten ihm für seine siebenjährige Tätigkeit in unserer Gemeinde Dank sagen. Mit 24 Ministranten war er eingezogen – nicht ohne Grund, denn die Ministranten lagen ihm besonders am Herzen. Was hat er mit ihnen nicht alles getan, organisiert, gefeiert! Nicht nur die alljährliche Neuaufnahme von Ministranten war ein Fest – stets mit Dank auch an die „altgedienten“ Messdiener verbunden. Da gab es die Fahrradwallfahrt zum heiligen Gelasius nach Hösel (zur Gelateria Claudio...), die Bootswallfahrt nach Kevelaer, die Seifenkistenrennen, den Bau des Karnevalswagens und die Beteiligung am Kinderkarnevalszug und am Rosenmontagszug – er hat zusammen mit den Oberministranten die Messdiener zu einer lebendigen Gemeinschaft geformt.

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„Die Gemeinde soll spüren, was es heißt, gemeinsam zu arbeiten, gemeinsam zu beten, gemeinsam Liturgie zu feiern,“ sagte er in seiner Predigt – nicht ohne bereits vor Beginn leise um Entschuldigung zu bitten, falls ihm die Worte wegbrächen – er war erkennbar mitgenommen, und der Abschied fiel ihm schwer, auch wenn er – seinem Ordensgehorsam tapfer folgend – sagte, dass er sich auch auf die neue Stelle in der Oberpfalz freue.
Im Anschluss an die Predigt sangen der Chor TAKTvoll und der Jacobuschor gemeinsam den irischen Reisesegen:

Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in Deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf Deine Felder
und warm auf Dein Gesicht der Sonnenschein.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich fest in seiner Hand;
und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott Dich fest in seiner Hand.

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Ein ausführliches Dankeschön brachte Ellen Naue, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, zum Ausdruck. Den jüngeren Familien hat der sich gewidmet, ebenso der älteren Generation. Den Verstorbenen beim Totenamt einen Platz in der Kirche zu geben, war sein Anliegen; ihm lag daran, die Verbindungen zur ev. Gemeinde der Christuskirche zu stärken, Kontakte mit der Polizei und der Feuerwehr zu knüpfen – denn er wollte Beziehungen schaffen, Verbundenheit ermöglichen.

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Ein Dankeslied des Chors TAKTvoll beschloss den Gottesdienst.

"Ich habe mich wohl gefühlt hier, aber ich gehe mit Freude in die Welt, in die ich geschickt werde“, sagte er zum Schluss. Tja. Muss Nachfolge bedeuten, alle paar Jahre „seine Familie“ zu verlieren und dazu noch allein in eine neue Kommunität geschickt zu werden? Jedenfalls wünschte P. Staszek sich zum Abschied ein „Familienfoto“ – ein Foto der ganzen Gemeinde, in der er so gerne war.

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Als Geschenk erhielt er ein Paddelboot; jeder, der in der Kirche war, sollte seinen Namen darauf hinterlassen. Hoffentlich taugt die Waldnaab in Neustadt zum Paddeln!
Dass man sich nach der Messe noch zu einem Glas Bier, Wasser oder Wein im Jacobussaal traf, bedarf für Homberger keiner Erwähnung.

Weitere Fotos. vor allem vom Zusammensein im Jacobussaal, finden Sie in einer Bildergalerie; klicken Sie hier.

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