Eine Nachlese zum 5. Fastensonntag

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? (Joh 11, 25-26)

2003 ich bin die auferstehungMit der Auferweckung des Lazarus erreichen die Zeichen, die Jesus im Johannes-evangelium setzt, ihren Höhepunkt. Von all den vielen Wundern, die der Messias vollbracht hat in der dreijährigen Zeit seines öffentlichen Wirkens, hat der vierte Evangelist lediglich sieben sorgfältig ausgesucht und beschrieben.

Alles fing bei der Hochzeit zu Kana an: da hat der Prophet aus Nazareth das Wasser in den Wein verwandelt (Joh 2, 1-11). Nicht schlecht für den Beginn: So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn. Von nun an wird es aber nur noch spannender: die Heilung (auf Entfernung – sic!) des Sohnes des königlichen Beamten (Joh 4, 46-54): Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus; dann die Genesung eines Gelähmten (Joh 5, 1-18): Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichmachte; folglich die Speisung von Fünftausend (Joh 6, 5-14): Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll; danach ging Jesus auf dem Wasser (Joh 6, 16-24): Seine Jünger sahen, wie Jesus über den See kam und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich. Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht! Schließlich die Heilung eines Blindgeborenen (Joh 9, 1-7): Noch nie hat man gehört, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat; und zuletzt die bereits erwähnte Erweckung des Lazarus (Joh 11, 1-45): Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

Mit dem 5. Fastensonntag (dem sogenannten Passionssonntag) sind wir in den zweiten Abschnitt der Fastenzeit eingetreten. Im ersten waren wir vor allem zur Umkehr und Buße aufgerufen; jetzt richten wir unsere Augen auf das Kreuz, das uns traditionsgemäß  bis am Karfreitag verhüllt wird, damit wir in das Leiden unseres Herrn vor allem mit unseren Herzen eintauchen und darin seine Liebe zu uns intensiver erfahren. Mögen derzeitige Hindernisse bei der Begegnung mit Jesus in Gottesdienst und Sakramenten unsere Sehnsucht nach IHM entfachen und unseren Glauben an IHN stärken!

Ihr Pater Gregor


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