Das Sakrament der Taufe

Was muss ich tun, wenn ich mein Kind taufen lassen möchte?

Melden Sie sich beim Pfarrbüro der Pfarrei, auf deren Gebiet sie wohnen.


Taufort:

Einer der Aspekte der Tauffeier ist die Aufnahme des Kindes in die Kirche. Die weltumspannende Glaubensgemeinschaft hat ein konkretes Gesicht in der Pfarrgemeinde vor Ort. Die Taufe ist ein erster Anknüpfungspunkt, um in diese konkrete Gemeinschaft hineinzuwachsen und dort eine Beheimatung für den eigenen Glauben zu finden. Daher sollte zunächst einmal das Pfarrbüro Ihre Anlaufstelle sein, auf deren Pfarrgebiet Sie wohnen.
Eine Ausnahme bilden Kinder von Familien, die nicht auf dem Pfarrgebiet wohnen, aber zur regelmäßigen Gottesdienstgemeinde der Pfarrei gehören oder die sich ehrenamtlich in der Pfarrei engagieren, und daher offensichtlich diese Pfarrei zu ihrer Wahlheimat bestimmt haben. Kinder aus der Pfarrei St. Peter und Paul können in allen vier Kirchen der Pfarrei getauft werden. Bei allen anderen Kindern muss der jeweilige Wohnortpfarrer seine Zustimmung geben, dass die Taufe an einem anderen Ort stattfinden kann.


Tauftermin:

In der Taufe feiern wir den Beginn des „Neuen Lebens“ als Christ. Es ist getragen von Gottvertrauen und Lebenshoffnung, denen selbst durch den Tod keine Grenze gesetzt ist. Quell dieser Zuversicht ist die Botschaft von der Auferstehung Jesu, die wir an Ostern feiern: Darum war in den ersten Jahrhunderten das Osterfest zugleich der Tauftag (und einziger Tauftermin) für diejenigen, die zu der Gemeinschaft der Glaubenden hinzugekommen waren. Erst mit der Entwicklung zu einer großen Glaubensgemeinschaft änderte sich dies aus rein praktischen Gründen. Doch sollte eine zeichenhafte Verbundenheit mit dem Osterfest bestehen bleiben: Der Sonntag ist der „Tag des Herrn“, an dem wir Leben, Tod und Auferstehung Christi vergegenwärtigen. Jeder Sonntag ist somit ein „kleines Ostern“. Bei unseren Taufterminen wird daher eine unmittelbare Nähe zum Sonntag beibehalten.

Ein Tauftermin ist in jeder Kirche der Pfarrei einmal im Monat: Am ersten Sonntag im Monat, um 14.00 Uhr in St. Peter und Paul; am Samstag vor dem zweiten Sonntag im Monat, um 14.00 Uhr in St. Suitbertus; am dritten Sonntag im Monat, um 11.00 Uhr in Herz-Jesu und um 12.30 Uhr in St. Jacobus d.Ä. Wir weisen darauf hin, dass es zur Tauffeier leider keine musikalische Begleitung an der Orgel gibt. Vielleicht haben Sie aber im Verwandten- oder Freundeskreis jemanden, der mit einem Instrument den Taufgottesdienst begleiten kann.
Auf besondere Absprache hin kann eine Taufe in die Familienmesse des jeweiligen Sonntags gelegt werden. Pro Tauftermin werden bis zu drei Kinder getauft.


Taufeltern:

Vorraussetzung für eine Kindertaufe ist es, dass Erwachsene die Aufgabe übernehmen, das Kind im katholischen Glauben zu erziehen. Sonst müsste man mit der Taufe warten, bis das Kind religionsmündig ist und sich selber um die religiöse Bildung bemühen kann. Daher sollte mindestens ein Elternteil der Katholischen Kirche angehören.


Taufpaten:

Sie werden sich sehr genau überlegt haben, wen Sie bitten werden, das Patenamt zu übernehmen. Auch der Pate hat ebenso wie Sie als Eltern eine hoch verantwortungsvolle Aufgabe für Ihr Kind. Er soll dem Kind den Glauben bezeugen und es in das Leben der Kirche einführen. Ob im Fall da Ihnen als Eltern etwas passieren sollte, der Taufpate derjenige ist, der sich um Ihr Kind kümmert, steht auf einem völlig anderem Blatt.
Pate für ein Kind kann man jedoch im kirchlichen Sinne nur sein, wenn man selber Vollmitglied der katholischen Kirche ist. Das heißt:
Ein möglicher Pate muss getauft und gefirmt, mindestens 16 Jahre alt sein und darf nicht aus der katholischen Kirche ausgetreten sein.
 
Wenn Sie als Paten einen Katholiken vorgesehen haben, der nicht oder noch nicht gefirmt ist, wollen wir Ihnen einen Vorschlag unterbreiten:
Wir wollen Ihrem „Wunschpaten“ anbieten, sich in einem Glaubensgespräch mit dem jeweiligen Taufpriester im Rahmen einer „Minifirmvorbereitung“ auf die Firmung vorzubereiten. Dabei geht es nicht um eine Glaubensprüfung, sondern um den Glauben und das Patenamt. So kann er noch vor der Taufe gefirmt werden. Die Firmung wird dann zumeist in einer Wochentagsmesse oder einem kleinen Gottesdienst durch den zuständigen Seelsorger gespendet.
Dann kann der „Wunschpate“ Taufpate sein und auch in der Taufurkunde als Taufpate eingetragen werden.

Taufkerze:

Die Taufkerze wird in der Tauffeier an der Osterkerze entzündet: Das Licht der Auferstehungshoffnung soll dem Kind leuchten, auch in dunklen Stunden des Lebens, damit es nie den Mut verliert. Die Taufkerze ist eine Lebenskerze, die gut aufbewahrt und bei persönlichen Anlässen (Namenstag, Geburtstag, Erstkommunion u.a.) entzündet wird. Taufkerzen können Sie bei uns im Pfarrbüro erwerben. Wenn Sie künstlerisch begabt sind, können Sie eine Kerze auch selber mit Taufsymbolen und den Namen Ihres Kindes gestalten.


Taufkleid:

Das Taufkleid wird erst nach dem Taufakt angezogen bzw. übergelegt. Es macht nach außen hin sichtbar, was in dieser Feier geschehen ist. Das Kind kommt anders aus der Tauffeier heraus, als es hineingegangen ist. Die weiße Kleidung gehört von nun an zur Festkleidung des Christen. Bei den unterschiedlichsten Anlässen taucht  die weiße Kleidung wieder auf: Erstkommunion, Obergewand der Messdiener, Untergewand des Priesters, Hochzeit … Nicht jede Familie hat aus Tradition ein Taufkleid, das weitergereicht wird. Manche Kinder sind auch schon viel zu groß für ein Taufkleid. Daher ist es auch möglich, ein weißes Jäckchen oder ein weißes Tuch (Taufschal) zu nehmen, das dem Kind bei der Feier angezogen bzw. auf die Schultern gelegt wird.


Taufanmeldung:

Für die Taufanmeldung im Pfarrbüro bringen Sie bitte das Stammbuch bzw. eine Geburtsurkunde Ihres Kindes mit.
Öffnungszeiten und Kontaktdaten der Büros finden sie hier.


Taufgespräch:

Vor der Taufe werden die Eltern des jeweiligen Tauftermins zum gemeinsamen Taufgespräch eingeladen. Termin und Ort werden Ihnen bereits bei der Anmeldung genannt. Die Kinder können dabei selbstverständlich mitgebracht werden. Auch interessierte Paten sind herzlich willkommen. Der Abend dient dem Kennenlernen und bietet Raum für Fragen zur Taufe. Außerdem wird die gemeinsame Tauffeier (Auswahl von Texten, Fürbitten und Liedern) vorbereitet.

Hinweis

Für Veröffentlichungen in den Pfarrnachrichten, auf dieser Internetseite und in der Presse ist der Sachausschuss für Öffentlichkeitsarbeit zuständig - erreichbar unter:
oeffentlichkeitsarbeit@st-peterundpaul.de

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