jac flurprozession 0805„Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es. Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag. Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie... Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen...Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag“ (Gen 1*): Mit dieser Lesung begann die diesjährige Flurprozession – und damit war auch deren Thema angesprochen: Die Achtung vor der Schöpfung, die Ehrfurcht vor dem, was uns von Gott übergeben ist.

Nach der Eröffnung auf dem Dorfplatz führte der Weg über drei weitere Stationen zum Hof Weyergraf, wo bereits alles zum Gottesdienst vorbereitet war. Bereits an den vier Stationen hatten die Teilnehmer durch Besprengen mit geweihtem Wasser die Fülle des Segens erhalten; jetzt waren es vier Priester, die gemeinsam mit der Gemeinde die Messe feierten. Segensreich war aber nicht zuletzt das, was die vielen Helfer vorbereitet hatten: Frisches Weißbrot und knackiges Graubrot, Flensburger Bier und Wein von der Nahe.

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Palmsonntag 2017 in St. Jacobus: ein wunderbarer, sonniger Frühlingstag war es, an dem sich eine kaum übersehbare Schar von Frauen, Männern und Kindern aus beiden Homberger Gemeinden auf dem Dorfplatz versammelte. Einzig die Baustelle, die zur Reparatur des Turmdaches eingerichtet ist, störte ein wenig.
Benjamin und Blümchen, die beiden Esel von Gut Freitag, die seit vielen Jahren bei der Palmprozession eine „tragende Rolle“ übernehmen, waren eine lange Zeit vor Beginn der Palmweihe eingetroffen und mussten viele Streicheleinheiten über sich ergehen lassen...

Um elf Uhr erschienen dann Pfr. Füsgen, P. Tomasz mit vielen Ministranten, um das Evangelium vorzutragen und die Palmzweige zu segnen. Dann zogen alle los; Jesus – diesmal ein Mädchen mit Namen Hannah – ritt auf Blümchen, und Benjamin folgte. Der Prozessionsweg führte dann über die Dorfstraße zur Christuskirche. Hier trennte sich dann die Gruppe der Teilnehmer, ob wohl „immer im Glauben vereint“ (Pfr. Füsgen) in die, die den Gottesdienst in der Christuskirche feierten, und diejenigen, die ihren Weg zur Jacobuskirche fortsetzten.

Hier erwartete die Besucher eine besondere Überraschung: Mädchen und Jungen der Kita St. Jacobus hatten mit Katharina Ramrath ein Passionsspiel eingeübt. Zwei Mütter und Gemeindereferent Thomas Golbach sprachen die Texte; die Kinder spielten wortlos das nach – vom Einschlafen der Jünger an Ölberg bis hin zum Weg zum Kreuz. Die Kreuzigung selber wurde nicht dargestellt: es genügtten die zeichenhaften Andeutungen: Ein Holzkreuz, ein Hammer, ein großer Nagel und eine Kerze.

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jac Karneval2017 9439Pfarrkarneval in St. Jacobus – das hat Tradition. Angela Kaiser ist es, die seit vielen Jahren witzig und souverän durch den Abend führt – und DJ Gerd Dörner, der nie um den passenden Musiktitel verlegen ist.

Aber natürlich sind Angela Kaiser und Gerd Dörner nicht der ganze Abend. Nachdem die Tanzgruppe der Prinzengarde Blau-Weiss für einen fulminanten Einstieg gesorgt hatte, erschien schon das Ratinger Prinzenpaar Samuel I und Jacinta I – begleitet von den Schirmherren und dem ganzen Rakika-Team: eine Ehrung nicht nur für Homberg, sondern auch persönlich für Angela Kaiser und Rita Biedron-Hahn, die als Mitglied der „Brasseltruppe“ im Hintergrund umfassende Arbeit geleistet hatte.

jac Karneval2017 9365Das Trinchen aus Eggerscheidt (Kathrin Hoffmann) erzählte dann, wie es so mit dem Heiraten auf dem Lande aussieht, wie sie als Mädchen „marktfähig“ gemacht wurde und am Ende den passenden fand. Eine Tanzpause gab Gelegenheit umzuschalten – denn es bei einem Trommelwirbel erschien Nico Touglo mit seiner Trommelgruppe "Tahougan": neun Frauen und Männer zogen den ganzen Saal mit afrikanischen Rhythmen in ihren Bann.
Getanzt wird aber nicht nur bei der Prinzengarde Blau-Weiß, sondern auch bei der Prinzengarde Rot-Weiss: die 13-jährige Emily Vogel und der 16-jährige Timo Weiler führten Tänze vor, die die Grenze zur Akrobatik überschritten. Tosender Beifall, Tusch und natürlich auch einen Orden.

jac Karneval2017 9802Ein Tanz ganz besonderer Art folgte: Tänzer, besser: Tanzgestalten, blau, rot, gelb, grün bewegten sich über die Bühne: Dass das Kita-Team in den Überzügen steckte, offenbarten die Tänzer erst am Ende ihres (ersten...) Auftritts.
Natürlich gab es wieder Gelegenheit, selber zu tanzen – bis jetzt fünf Männer Bühne betraten – die „Hartzer“ – um eine Sinfonie aus Tanz, Spaß und Har(t)z vorzuführen, denn „niemals geht man so ganz“.

Und deshalb trat das Kita-Team auch noch einmal auf (leicht erweitert durch die Pfarrsekretärin) – fünf Frauen zeigten, wie sorgfältig und pfleglich Frauen sich zu duschen pflegten – und wie nachlässig dagegen die Männer. Angela Kaiser fand die richtigen Worte, da einige kleine Korrekturen anzubringen...

Am Ende wurden alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne gebeten – nicht zuletzt die gesamte „Brasseltruppe“, ohne die es einen so gelungenen Abend nicht gegeben hätte.

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