jac karwoche grdo 100529

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.
Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.
Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe (Joh 13,1-15)..

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jac karwoche mi 164420

jac karwoche mi 163818In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohepriestern und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie boten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.

Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern. Da wurden sie sehr traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt, wird mich ausliefern. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Da fragte Judas, der ihn auslieferte: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus antwortete: Du sagst es.
(Matthäus 26, 14-25)

 

Petrus
Der moderne Petrus leugnet nicht.
Der moderne Petrus ist geübt in der Ausrede, perfekt im Ausweichen.
Der Petrus von heute hat Traditionen zur Verfügung, auf die er sich beziehen kann.
Der Petrus von heute kann sich auf Macht berufen, die ihn absichert.
Der Petrus von heute weiß Formen und Floskeln, die ihn unangreifbar machen.
Der Petrus von heute kann sich verstecken hinter Gesetzestexten und Vorschriften.
Und heute fragen nicht nur Mägde, und es krähen nicht nur Hähne.
Der moderne Petrus leugnet nicht.
Der moderne Petrus ist geübt in der Ausrede.
Denn sonst. im Spiegel der Wahrheit und des Gewissens,
könnte es ihm passieren,
dass er Gottes Antlitz sieht in den Gesichtern der Menschen,
dass er Gottes Anspruch hört in dem Gesicht der Welt.
Und es könnte ihm passieren, dass er erkennt, was Nachfolge ist:
Gott in den Menschen auf die Spur zu kommen,
Gott durch die Menschen auf die Schliche zu kommen.
Und es könnte ihm passieren, dass er endlich sagen könnte:
Danke. Herr, dass du mich brauchst in dieser Welt.
Und es könnte ihm passieren, dass er diese Welt zu lieben begänne,
aus Überzeugung und aus Begeisterung für die Wahrheit.
Warum eigentlich nicht, Petrus?
Traue der Stimme deines Gewissens.
Traue diesem Weg der Gewaltlosigkeit, des Mutes und der Freiheit.

(aus „Angedacht" Ursula Klauke, Norbert Brockmann)

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Der Hahn ist Symbol für Wachsamkeit und Treue.
Er erinnert die Christen daran, im Glauben mit Christus verbunden zu bleiben und sich vor dem Bösen in Acht zu nehmen. Darüber hinaus erinnert er auch warnend daran, wie Petrus dreimal abgestritten hat, zu Jesus zu gehören. Er hatte Angst, selbst gefangen genommen zu werden. Als er den Schrei des Hahns hörte, erinnerte er sich daran. dass Jesus ihm die Verleugnung angekündigt hatte. Aus Reue über sein Verhalten fing er bitterlich an zu weinen (Mt 26). Der Hahn ist deshalb auch Symbol der Reue und Umkehr.
(von Heidi Rose, Copyright Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer)

 

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