Menschlichkeit weitermachen – ein starkes ökumenisches Zeichen zum Stadtjubiläum
Der Regen konnte diesem Gottesdienst nichts anhaben. Im Gegenteil: Vielleicht wurde gerade dadurch besonders sichtbar, wie wichtig vielen Menschen das gemeinsame Zeichen war. Trotz strömenden Regens kamen am Sonntag, 20. September, zahlreiche Menschen auf dem Ratinger Marktplatz zusammen. Gleichzeitig wurde der Gottesdienst in unsere Pfarrkirche St. Peter und Paul übertragen – und auch dort war die Kirche proppevoll. Allein dieses Bild war schon ein starkes Zeichen.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 750-jährigen Bestehen unserer Stadt war es uns als christlichen Kirchen wichtig, eine Botschaft auszusenden, die über diesen Gottesdienst und seine Besucher hinaus weit in Ratingen hineinreicht. Der Gottesdienst stand deshalb unter dem Leitwort „Menschlichkeit weitermachen“.
Gerade in einer Zeit, in der politische Extreme stärker werden, gesellschaftliche Spannungen zunehmen und der Ton bisweilen rauer wird, wollten wir als Kirchen gemeinsam zeigen, woraus wir leben und wofür wir stehen: für Glaube, Hoffnung und Liebe, für Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit und für die Überzeugung, dass jeder Einzelne Verantwortung dafür trägt, wie wir miteinander leben.
Ein echter Blickfang war dabei das Bühnenbild, das gemeinsam mit dem bekannten Wagenbauer Jacques Tilly entwickelt und konzipiert worden war. Drei große Gedanken schwebten gewissermaßen über dem Gottesdienst und sollten weit über diesen Sonntag hinausweisen: mehr glauben – mehr miteinander – mehr wagen.
Liebe Schwestern und Brüder,