Projekt: Landwirtschaft

Organischer Gemüseanbau
Nachdem der Anbau von 1,5 Hektar Mais und danach eine hiesige Bohnenart weder einen guten Ertrag erbracht hatte noch mit unserem Franziskanischen Bildungshaus Casa Paz Y Bien im Einklang steht, haben wir uns entschieden, endgültig auf Bio-Anbau umzusteigen. In Perú herrscht allerdings überwiegend noch die Meinung: Ohne Chemie wächst gar nichts! So waren unsere Arbeiter auch skeptisch. Jetzt, nach einem halben Jahr Praxis, haben wir einige dieser Kritiker vom Gegenteil überzeugt. Und wir selbst haben die schöne Erfahrung gemacht: Ja, es ist möglich, mit der Natur Landwirtschaft zu betreiben und nicht gegen die Natur. Wie unsere Vorfahren überall auf der Welt es auch getan haben.
So wachsen also in unserem Bio-Garten wunderschöne frische und gesunde Radieschen, Gelbe Rüben, ein prächtiger Spinat, saftige Rote Beete und verschiedene Kopfsalatsorten.
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Um das Gemüse vor unserer Sonne zu schützen, wurde ein spezielles Gemüsenetz errichtet, das auf 20 bis 50 Meter die Pflanzen mit 50 % der Solar-Strahlung schützt. Die Bewässerung erfolgt durch spezielle Micro-Wasserspender. Das Wasser kommt aus dem eigenen Brunnen.

Dieses Projekt sieht einen natürlichen Kreislauf vor: Was von den Tieren produziert wird, dient den Pflanzen über den selbst produzierten Bio-Dünger - die Gemüseblätter, alles, was nicht verzehrt wird, dient wiederum den Tieren zur Nahrung.

Seit Januar 2009 werden nach der Frühmesse unsere frischen Produkte angeboten. Die Menschen wissen mittlerweile diese natürlichen Produkte zu schätzen.

P. Vicente Imhof, unser deutscher Mitbruder, hatte bereits vor einigen Jahren im Titicaca-Hochland die gute alte Futterrübe eingeführt (verschiedene Sorten sogar; darüber wurde in unserer Zeitschrift 'Friede und Heil' berichtet. Dieses Nahrungsmittel für die Kühe ist in Perú bisher noch nicht bekannt. Deswegen führen wir jetzt auch an der Küste dieses Experiment durch. Wie schön wäre es, die Nahrung der Kühe zu verbessern und so eine bessere Milchproduktion zu erzielen.
 
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Auch wenn wir bisher mit unserem Bio-Gemüse nicht reich werden, ganz im Gegenteil, die Kosten waren bisher viel höher als die Erträge - aber wir wissen, dass wir damit einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Umwelt leisten. Außerdem planen wir, dass in unserem Bildungshaus auch ein Weiterbildungszentrum für organischen Gemüseanbau funktioniert.

Landwirtschaft mit der Natur - und niemals gegen die Natur, wozu der Mensch gar kein Recht hat!
P. Michael Stockinger OFM Conv. - Chimbote, Perú.

Hinweis

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