Das Missionsprojekt Chimbote in Peru

Die Entwicklung der Missionsarbeit in Peru
Die Krakauer Provinz des Franziskaner-Ordens gründete 1989 eine neue Mission in Pariacoto, Perú. Pariacoto liegt in der Region Ancash auf 1.200 Meter Höhe. Dort haben drei junge polnische Franziskaner-Minoriten, P. Michal (Miguel) Tomaszek, P. Zbigniew Strzalkowski und P. Jaroslaw Wysoczanki ihre Pastoral- und Sozialarbeit aufgenommen. Diese schwierige Region umfasst 5 Pfarreien mit 73 Dörfern zwischen 500 und 4.000 m.über dem Meeresspiegel. Am 9. August 1991 wurden die Mitbrüder Miguel und Zbigniew von der Terrororganisation "leuchtender Pfad" umgebracht.

Heute hat die peruanische Delegation drei Konvente mit insgesamt 6 polnischen, 2 deutschen und 5 peruanischen Mitbrüdern, 4 peruanischen Studenten und 7 Postulanten.
Konvent Pariacoto
P. Stanislaw Olbrycht, P. Rafal Dryjanski, P. Carlos Luy und P. Jorge Cartagena.
Konvent Lima
P. Jacek Lisowski, P. Zbigniew Stanisz, P. Lucjan Szczepanski
Konvent Chimbote
P. Michael Stockinger, P. Simòn Chapinski, P. Vincent Imhof, P. Carlos Gomez, P. Raúl Alvarado, Fr. Tino Quevedo

In Chimbote sind wir seid 1995 tätig. Wir haben die Betreuung der Pfarrei 'San Francisco de Asis' mit den Filialen 'San Felipe' und 'Sto. Domingo' sowie die Vice-Pfarrei in Cambio Puente, 10 km entfernt, mit 14 Dörfern und Kapellen. Chimbote ist auch der Sitz der Postulandats mit z.Z. sieben Postulanten.
Neben der Pfarrseelsorge sind wir in verschiedenen Bereichen der Pastoralarbeit tätig. 2005 haben wir mit der Konstruktion des Franziskanischen Bildungs- und Exerzitienhauses begonnen. P. Michael hat 2006 die Gruppe 'Licht und Hoffnung für die arbeitenden Strassenkinder in Chimbote' gegründet. Wir begleiten Kinder aus 26 Familien.
Kontaktperson für die Partnerschaft mit der Pfarrei in Ratingen ist P. Michael Stockinger. Er ist seit 1999 in Perú tätig.
 
Informationen über Peru
altPeru ist ein Staat im westlichen Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Den Namen Peru erhielt das Land erst von den spanischen Eroberern. Seine Herkunft ist nicht endgültig geklärt: Teilweise wird er auf einen gleichnamigen Indianerhäuptling im Gebiet des Isthmus von Darién zurückgeführt, von dem die Spanier zum ersten Mal von einem sagenhaften Goldland im Süden erfuhren. Eine andere Theorie erklärt den Namen als Umformung aus dem Wort pelu, das in der Sprache der in Kolumbien lebenden Chibcha "Wasser" bedeutet.
Peru liegt in drei unterschiedlichen Klimaregionen: Costa (Küste) mit ca. 11 % der Staatsfläche, Sierra (Anden, Hochland) mit ca. 15 % sowie Selva (Regenwald) und Montaña (Nebelwald) mit ca. 64 % der Flache.
Peru hat eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Dies hat dazu geführt, dass vor allem nordamerikanische Konzerne und europäische Firmen den Markt beherrschen. Teilweise ist der Zustand monopolartig. Erwähnt sei zum Beispiel die beherrschende Stellung spanischer Firmen im Telekommunikationsbereich. Am 12. April 2006 hat Peru ein bilaterales Freihandelsabkommen mit den USA unterzeichnet. Das Land ist reich an Bodenschätzen, vor allem Gold und Kupfer, die durch internationale Konsortien ausgebeutet und exportiert werden. Zusätzlich spielen die Fischerei und Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Neben Zuckerrohr wird viel Kaffee ausgeführt. Diese Produkte werden vor allem in den bewohnten Gebieten im Westen angebaut, in denen nur durch künstliche Bewässerung Landwirtschaft betrieben werden kann. Die großen Gebiete der Selva werden hingegen kaum landwirtschaftlich genutzt. Dort wird größtenteils Subsistenzwirtschaft betrieben.
Die Industrie konzentriert sich auf die Küste und dort vor allem auf Lima. Die restlichen Gebiete sind, außer bei Bodenschätzen, untergeordnet. Das Land ist in einem dichten Straßennetz gut erschlossen, doch abseits der wichtigsten Verkehrsrouten sind die meisten Straßen nicht asphaltiert, rumplig und in der Regenzeit häufig unpassierbar.
Nach dem 2007 erhobenen Zensus beschreiben sich etwa 81,3% der Bevölkerung über zwölf Jahren als katholisch, etwa 12,5% als evangelisch beziehungsweise evangelikal (im Original religión evangélica), 2,9% geben an, nicht religiös zu sein und 3,3% geben eine nicht aufgeführte Religion an. Dabei ist der Anteil der Katholiken in ländlichen Regionen etwa 5 Prozentpunkte niedriger als in den Städten.
(Quelle: Wikipedia)

Amtssprache: Spanisch, Quechua, Aymara
Hauptstadt: Lima
Staatsform: semipräsidiale Republik
Fläche: 1.285.220 km²
Einwohnerzahl: 29.546.963 (2009)
BIP/Einwohner: 5.782 US-$ (2011)
Religion: überwiegend Römisch-katholisch

Hinweis

Für Veröffentlichungen in den Pfarrnachrichten, auf dieser Internetseite und in der Presse ist der Sachausschuss für Kommunikation zuständig - erreichbar unter:
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